März_2018

 

Sie waren wieder da! Unsere lieben Freunde vom Verein Hilfe für Senegal haben uns wieder besucht. Unbeschreibliche Freude bei den Kids. Schon die Tage vorher, beim Kuchenbacken (ein untrügliches Zeichen, dass Besuch im Anmarsch ist) hielten sie die Spannung kaum aus.

 

Am Wochenende 10/11.03. war es ENDLICH soweit. 2 Tage spielen, feiern, schwimmen, singen, tanzen und die Besucher in Beschlag nehmen, wo es nur geht. Lauter glückliche Kinder. Macht selbst auch glücklich.

 

Wie jedes Mal wurden wir so reich beschenkt, dass einem die Worte fehlen. Bälle, Spiele, Kleidung, Jungsunterhosen (an alle: die brauchen wir immer, ab Gr. 92!!!!) und schließlich der Hammer: ein Tischfußball. So, als würden alle Gebete auf einmal erhört. Das Tischfußball ist seitdem ununterbrochen in Betrieb. Von morgens bis abends.

 

 

 

 

Auch diesmal bekamen wir wieder eine riesengroße Reis Spende, ohne die wir, sagen wir, wie es ist, nicht über die Runden kommen würden. Es waren unendlich viele Eindrücke, und es ist so sicher, dass die Kinder dieses Wochenende nie, nie, niemals vergessen werden. Ob es nun das ausgelassene Spielen war, das Schwimmen am Strand, die erste Pizza ihres Lebens – angekommen ist auf jedenfalls bei den Kinder, dass da tolle Menschen sind, die sich um sie kümmern und dabei noch ganz viel Spaß mit Ihnen haben. Die Fotos sprechen Bände:

 

 

 

Am Strand: Endlich mal genug Erwachsene, so dass jedes Kind jemanden zum schwimmen hat.

 

 

Dann der Abschied war natürlich erwartungsgemäß traurig. Ein paar Kleine schluchzten sich in den Schlaf und es war mucksmäuschenstill im Haus.

 

 

 

Allerherzlichsten Dank an euch, unsere lieben Freunde vom Verein Hilfe für Senegal:

 

 

 

 

 

Kommt bald wieder!!!

 

 

Mit dem Besuch unserer Freunde vom Verein Hilfe für Senegal kamen auch per Container unsere schicken Regale von Karen organisiert. Auf unserem langen Weg mit den verschiedenen Versuche Ordnung ins Chaos zu bringen, sind wir jetzt wieder einen großen Schritt weiter.

 

 

Ende des Jahres meldete sich Rudi bei mir und fragte, ob wir noch Sachen bräuchten. Klaro. Der nächste Anruf erfolgte und 6 Kisten à 20 Kilo waren zusammengekommen!!! Unfassbar. Alles was man braucht. Tolle Kleidung, Spielsachen, Bettlaken und da war es wieder: Unterhosen! Alles fein säuberlich beschriftet, Kiste für Kiste. Per DHL versendet. Was für eine Arbeit. Spenden, die mindestens bis Ende des Jahres reichen. Vom Herzen Danke Rudi und all deinen Spendern! Wir haben uns sehr gefreut.

 

 

 

 

Anfang Februar nahm Adrian vom TV Dötlingen (in der Nähe von Bremen) mit mir auf. Ob wir Kinder Trikots bräuchten? Welche Frage!!!! Adrian setzte sich ins Auto und brachte uns die Trikots unverzüglich vorbei. So coole Trikots, mit so coolen Kids. Danke Adrian!!!

 

 

 

Wir bekamen noch zwei Mal Besuch, leider beide Male nur sehr kurz. Zuerst kamen Birte und N'Daye.

 

 

 

 

 

 

 

Und leider nur ganz kurz vor der Abreise noch Anne und Barbara.

 

Mit allen verbrachten wir eine schöne Zeit am Strand. Danke für die Spenden!

 

 

 

Früchte von Karola, Eis von Werner - Man sieht, es schmeckt.

 

 

 

An dich Marcel: Du bist nicht alleine. Es kommen auch wieder gute Zeiten.

 

Es grüßt der HSV Fanklub Senegal/ Zweigstelle Mbour.

 

 

 

Und bei der Gelegenheit noch ein Gruß an alle Dortmunder Fans vom Verein Hilfe für Senegal. Leider, leider, leider haben wir kein Schalke Trikot!

 

 Januar_2018

 

 Sie war wieder da! Unsere Antje! Salideux! Endlich hatte das viel zu lange Warten für die Kids ein Ende. Nach monatelangem fragen: „Ana Antje?“was so viel heißt wie: “Wo ist Antje?“, kam unsere Antje zu Besuch.

 

 

Und es wurde gespielt, gespielt, gespielt. Lauter glückliche Kinder.

 

 

 

Leider war es diesmal im Januar etwas zu kalt zum Schwimmen, aber nicht zu kalt, um am Strand zu spielen.

 

 

 

 

Zur übergroßen Freude der Kids, spendierte Antje Fahrräder. Die Fahrräder hatten die Kinder seit langer, langer Zeit gewünscht. Es war eine Freude den Kinder dabei zuzuschauen, wie sie das Fahrrad fahren lernten (oder es zumindest versuchten). In 3 Gruppen, je nach Größe der Fahrräder bzw. der Kinder ging es los. Besonders schön war es, wie die Kinder sich gegenseitig unterstützten. Und manch einer musste feststellen, dass man sich nicht einfach auf ein Fahrrad setzt und dann losfahren kann. Bis heute ist das Fahrradfahren die Lieblingsbeschäftigung in der Spielzeit.

 

 

 

 

Auch bei den Schularbeiten unsere Antje eine tatkräftige Unterstützung für unsere „Großen“. Da lernt es sich doch gleich viel leichter...

Die „Kleinen“ malen ihre Hausaufgaben noch :)

 

 

 

 Dafür sieht ihre „Schulform“ für den Kindergarten/ Vorschule doch schon recht professionell aus.

 

 

Leider, leider musste unsere Antje irgendwann auch mal wieder nach Hause. Jetzt geht die Fragerei wieder los:“Ana Antje?“. Monatelang. Danke, danke, danke für alles, Antje! Komm' bloß bald wieder!

 

 

Der Alltag hatte uns wieder. Um euch mal zu zeigen, wo wir unsere Großeinkäufe tätigen, hier ein paar Fotos von unserem Laden, wo wir immer einkaufen. Der Einkauf zieht sich meist über 1-2 Stunden hin. Bis alles gefunden ist, verhandelt wurde, Rechnung erstellt ist, Stempel gefunden wird und eingeladen ist, vergeht halt viel Zeit. Und wenn was im Überfluß im Senegal vorhanden ist, dann ist es Zeit. Alles bei Temperaturen zwischen 35 und 40°C.

 

 

Aber auch der Senegal entwickelt sich weiter. Neuerdings gibt es einen großen, neuen Supermarkt,in dem tatsächlich einige Dinge günstiger sind. Trotzdem versuchen wir so weit es geht, die einheimischen Händler zu unterstützen. Auch bemühen wir uns, senegalesische Produkte zu kaufen.

 

 

Ordnung. Ein großes Thema. Nachdem in den Regalen regelmäßig ein unüberschaubares Chaos herrschte, gab Karen mir einen tollen Tipp. Jedes der Vorschulkinder bekam eine Box mit einem Foto von sich. Schluß jetzt mit Klamotten gewühle im Regal.

 

 

Auch für das Wäsche Durcheinander gibt es jetzt eine Lösung. Vier Körbe mit den Bildern, was in welchem Wäschekorb landen soll, helfen ein Ordnungssystem zu etablieren. Nicht zu vergessen und auch auf den Fotos zu sehen: Das neue Schuhregal.

 

 

Zudem gibt es jetzt Haken für Schuluniformen, Pullover und Jacken.

 

 

 Jetzt läuft der Laden, Zimmer aufgeräumt....

 

 

Und unsere „Kleinsten“ sehen piccobello aus:

 

 

Leider zum Abschluß noch eine traurige Geschichte. Der kleine Artu wurde uns von den Behörden übergeben. Er ist aus seinem Daara geflüchtet und wurde auf der Straße aufgelesen. Völlig verheult kam er bei uns an. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass neue Kleidung, Kekse, Limo und Tom und Jerry ein Kind, dass nur schlimme Dinge in seinem kurzem Leben erlebt hat, innerhalbvon Minuten strahlen lässt. Diese Kinder fassen in kürzester Zeit Vertrauen, weil sie bis zu dem Zeitpunkt keine positiven Erlebnisse mit Erwachsenen hatten und nun ganz plötzlich liebevoll behandelt werden. Sie sehnen sich nach Nähe. Artu hatte eine schöne Woche bei uns und er schien sehr glücklich. Dann kam der Anruf von der Behörde, die Verwandten hätten sich gemeldet und würden Artu mitnehmen. Da es ein Teil unserer Arbeit ist, Straßenkinder zu ihren Eltern zurück zu bringen,dachten wir uns nichts dabei und fuhren hin. Dort angekommen, merkten wir sofort, dass etwas nicht stimmte, denn Artu wurde panisch. Wir saßen nun dort und Mme N'Doye von der Behörde hielt den Verwandten einen Vortrag, wie Kinder zu behandeln seien. Artu heulte wie am Spieß und wollte sich nicht von uns trennen. Erst dann stellte sich heraus, dass es der Marabout war, der dort saß. Er war der Verwandte. Es war nichts zu machen. Er hatte das Recht auf das Kind und wir mussten Artu seinem Schicksal übergeben. Das war furchtbar und wir kamen uns wie Verräter vor. Wir besuchten Artu in seinem Daara und versuchen ihn zu unterstützen, so weit wir können. Wir werden mit Mme N'Doye sprechen, dass für diese Art der Familienzurückführung zukünftig nicht zur Verfügung stehen werden. Wir halten Kontakt zu Artu, der für eine Woche glücklich bei uns war. Es tut uns so leid.