Blog Juli_August 2017

 

Ferienzeit!!!

Unsere Kleinen haben brav in der Vorschule gearbeitet. Und tatsächlich ist keiner sitzengeblieben : )

Nachfolgend der Beweis, jeder hat ein Heft:

 

 

 Und hier Babacar, der sich in der Schule sehr angestrengt hat:

Auch Nafi hat wieder ihr Schuljahr mit Bravour als Klassenbeste bestanden. Sie steht weiterhin unangefochten auf den 1. Platz ihres Jahrgangs.

 

 

Francoise und Jean Jaques haben uns aus Frankreich durch Freunde ihrer Kinder, die zu Besuch im Senegal waren,  eine tolle Überraschung zukommen lassen. Total hippe Unterhosen, die wir sehr gebrauchen können. Man mag es nicht glauben: Aber für Kinder im Senegal sind neue Unterhosen keine Selbstverständlichkeit und bei 20 Kinder haben wir einen nicht unerheblichen Verschleiß. Umso größer war die Freude.

 Ein ganz großes Dankeschön an euch, Francoise und Jean Jaques!!! Und auch an die Überbringer: Sébastien und Alison.

 

Jean Jaques ist leider momentan sehr krank.

 Auf diesem Weg möchten wir Jean Jaques von uns allen und vom Herzen Gute Besserung wünschen.

 

 

Diesmal haben wir uns mal richtig etwas geleistet. Nach etlichen und stundenlangen Stromausfällen, oft auch in der Nacht, haben wir uns entschlossen zu investieren und ein Notstromaggregat zu kaufen. Die Stromausfälle sind meist Folge orkanartiger Regenfälle in der Regenzeit. Alles was nicht niet-und nagelfest ist fliegt durch die Gegend. Da das gewisse Gefahren in sich birgt und besonders bei Nacht im Dunkeln gefährlich werden kann, haben wir dank des Notstromaggregats jetzt Ruhe. Zudem ist das Schlafen ohne Ventilatoren eine Quälerei, da es unsäglich heiß ist und die Mücken erbarmungslos zuschlagen, trotz Moskitonetzen. Jetzt ist endlich Schluss damit. Das Aggregat hat uns in den paar Tagen, seitdem wir es haben schon gute Dienste geleistet.

 

 

Natürlich sind wir jetzt in der Ferienzeit ständig am Strand gewesen. In jeder freien Minute.

 

Die Kids können gar nicht genug davon bekommen. Und mit ihren coolen Badehosen sind sie einfach ein Hingucker und mit bunten Drachen erst recht.

 

 

Ende Juli hatten wir unsere halbjährliche Arztvisite. Bei so vielen kleinen Jungs, gibt es da viel zu tun. Ein Hautausschlag hatte einigen Kids zu schaffen gemacht  und Ada hatte es mit einem Abszess erwischt. Ansonsten sind unsere Jungs, bis auf die eine oder andere kleine Fußballblessur, alle wohlauf.

 

 

 

Von den Talibés in einigen Daaras kann man das nicht behaupten. Wir haben alle Hände voll zu tun, den Ausbruch von Krätze in den Griff zu bekommen. Moctar, einer unser Volontäre ist fast täglich unterwegs und kümmert sich um die medizinische Versorgung der Kinder. Bei einem Daara war es so schlimm, dass wir in eine neue Schlafmatte, Seife und Waschmittel investierten, um die hygienische Situation in den Griff zu bekommen.Auch Kleidung spendeten wir. Ganz langsam geht es dort nun bergauf.

 

 

Preussen Reinfeld hat uns auch diesmal wieder mit Trikots und Bällen ausgestattet und wie schon beschrieben, ist der Verein mit seinem Logo mittlerweile sehr präsent in unserem Viertel. Und wieder:  Preussen Reinfeld!!!!!

 

Das große Highlight war diesmal unser Ausflug in den Zoo in Dakar. Die Kinder hatten sich das so sehr gewünscht. Also fuhren wir, cool eingekleidet mit den Trikots der senegalesischen Nationalmannschaft, mit einem Bus nach Dakar. Mit lautem Gesang ging es los.

Dort angekommen bekamen wir eine tolle Führung, bei der dir Kids viel über Tiere lernten. Merkwürdigerweise war die Angst der Kleinen bei den Löwen weniger groß, als bei den Affen, die sie mit Abstand  und großem Respekt beobachteten.

 Nach der Führung machten wir ein Picknick im Park vor dem Zoo und anschließend wurde ausgiebig gespielt.

 

 

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung war ein Besuch bei Angela und Thomas. Beide sind vor kurzem nach Dakar gezogen. Dort machten wir Kaffee und Kuchenpause und es war ein wunderschöner Abschluss eines tollen Tages.

 

 

Moctar, unser Künstler hat das Kinderzimmer der Kleinen mit Motiven von Happy Feet und  Tom &Jerry richtig schick aufgepeppt. Die Kleinen lieben die Wandgemälde. Und um das ganze auch abzurunden haben wir auch noch in neue Vorhänge investiert. Ist echt schön geworden.

 

 

 

Mittwochs ist in der Ferienzeit Waschtag. Unvorstellbar welche Mengen schmutziger Wäsche jede Woche produziert wird. Man mag es kaum glauben, trotz Handwäsche, die Kinder freuen sich immer auf den Waschtag.

 

Damit die Kinder in der Ferienzeit auch etwas Sinnvolles lernen, hat Touba einen Erste Hilfe Kurs abgehalten. Stabile Seitenlage, eine Verband anlegen und wie verhalte ich bei Stromunfällen waren u.a. die Programmpunkte.

 

Auch dieses Mal haben wir wieder Straßenkinder bei uns aufgenommen. Es handelt sich um Zwillinge mit ihrem größeren Bruder. Alle wurden in einem Daara geschlagen und sind zusammen geflohen. Auf dem Rücken sieht man die alten Verletzungen. Da unser Zentrum bekannt ist, brachte uns ein älterer Herr die Kinder vorbei. Jetzt stecken wir in der Recherchearbeit, um die Eltern zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir trauern um den kleinen Amadou.

Amadou ist gestern, am 28.07.17 im Alter von 9 Jahren im Meer ertrunken.

Amadou hat für 6 Monate bei uns gelebt bevor wir ihn in seine Familie zurückführen konnten.

Wir sind unsagbar traurig und wünschen uns vom Herzen, dass er nun an einem friedlichen Ort ist.

Wir werden dich nicht vergessen, lieber Amadou.

In Liebe

Touba, Steffi und alle deine kleinen und großen Freunde von Espoir!

RIP

 

 

 

 

 

 

16.06.2017 Journée de l'Enfant africain/ Tag des afrikanischen Kindes

 

Hintergrund:

Der Aufstand in Soweto, auch als Schüleraufstand in Soweto bezeichnet, begann am 16. Juni 1976 in in Soweto in Südafrika. Er forderte zahlreiche Todesopfer und führte zu lange andauernden, landesweiten Protestaktionen gegen die rassistische Bildungspolitik und das gesamte Apartheidsregime des Landes. Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_in_Soweto)

 

Am 16.Juni fand eine durch AEMO ( die Kinder und Jugendbehörde im Senegal) organisierte Demonstration zum Journée de l'Enfant africain (Tag des afrikanischen Kindes) für die Rechte der Kinder statt, an der auch unsere Kinder teilnahmen. Vorangegangen waren mehrere Diskussionen mit Touba und den Kids, wofür die Demonstration eintrat, wie sie entstand und was Kinderrechte überhaupt sind. Obwohl der Marsch, der bis zum großen Markt im Zentrum von Mbour ging, nicht gerade kurz war, trugen die Kids mit Begeisterung ihre T-Shirts und Plakate.

 

Für uns ist es wichtig, dass den Kindern Begriffe wie Kinderrechte, Freiheit, Demokratie und Meinungsfreiheit vermittelt werden.

 

 

April_Mai_2017

 

Bevor ich über unseren letzten Aufenthalt im Senegal berichte, eins vorweg: Wir möchten uns ganz herzlich beim Fußballverein SV Preussen 09 Reinfeld e.V. bedanken.

 

Die Email kam völlig unerwartet. Tim Heickmann, stellv. Fussballabteilungsleiter des SV Preussen 09 Reinfeld e.V. fragte uns, ob wir wir ausgesonderte Fußbälle und Trikots gebrauchen könnten. Hatte ich richtig gelesen??? Ob wir Fußbälle und Trikots gebrauchen könnten??? Jeder, der schon mal im Senegal war, weiß, dass Trikots das Größte sind, was man kleinen Jungs dort schenken kann. Abgesehen von einer zweiten Sache, nämlich Fußbällen. Seitdem wir Weltmeister sind, gehört das Aufzählen deutscher Nationalspieler zu der üblichen Konversation, wenn man sich als Deutsche in einem Taxi zu erkennen gibt.

Ich konnte den Kontakt mit Tim gar nicht abwarten und so telefonierten wir uns schnell zusammen. Noch fassungsloser war ich, als ich von ihm hörte, dass es sich um ca. 100 (!!!) Bälle handelte und mehrere Trikotsätze. Irgendjemand musste es wirklich gut mit uns meinen. All die Jahre, die wir uns im Senegal engagieren, haben wir noch nie so ein Angebot von einem Fußballverein bekommen. Wenn es hochkam, konnte ich bei jedem meiner Aufenthalte mal einen Ball mitbringen, der nach ungefähr 2 Wochen dann aber totgespielt war und am Ende seiner Ballkarriere und wirklich einem sehr guten Zweck gedient hatte, um in den Fußballhimmel entlassen zu werden. 100 Bälle !!!

Das Ende der Ballsorgen. Endlich könnten wir auch mal die bedauernswerten Straßenkinder in den Daaas Bälle schenken. Nicht zu fassen.

Die einzige kleine Wolke, die sich am Himmel auftat war: Wo um Himmelswillen lagern. Ach, egal im Wohnzimmer.

Aber Tim war fest entschlossen keine halben Sachen zu machen. Also wurde Fußballkumpel Christopher involviert und wir konnten die Bälle bei der Firma Krüger und Scharnberg/ Malecco Farbwerk Gmbh lagern. Fußbälle, Trikots, Bringservice aus Reinfeld und Lagermöglichkeit.

Das war echt der Hammer! Antje und ich machten also einen Termin und trafen uns mit Tim und Christopher. Es folgte ein sehr motivierendes Gespräch für uns und Tim sorgte wenige Tage später für seinen 2. Coup indem er in den Lübecker Nachrichten und der Marktzeitung jeweils einen tollen Artikel über uns platzieren ließ.

 

Was soll ich sagen?

 

VOM HERZEN DANKE TIM, DANKE CHRISTOPHER, DANKE FUSSBALLVEREIN SV PREUSSEN 09 REINFELD e.V.!!!!

 

Ihr habt mit eurer Spende und eurem Einsatz großartiges getan und Kindern, die wirklich nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, eine riesengroße Freude gemacht. Leider konntet ihr alle die glücklichen Gesichter nicht sehen, als die Kinder ihre Trikots und Bälle bekamen.

Aber glaubt mir: Sie hätten euch auch glücklich gemacht.

Hier der Link zum Verein: http://sv-preussen-reinfeld.de/

 

 

Jetzt aber zu unserem letzten Aufenthalt im Senegal im Mai:

 

Antje konnte es ohne ihre „Pfifferlinge“ nicht mehr aushalten und beschloss direkt im Mai noch mal wiederzukommen. Zur großen Freude der Pfifferlinge, denen es ohne „Aantjii“ genauso ging. Als tatkräftige Unterstützung kam Karola mit. Wir alle zusammen hatten eine wunderbare Zeit und haben viel geschafft. Wir haben die Kids zur Schule begleitet, mit ihnen gelesen, gespielt, Kuchen gebacken und, und, und....

 

 

Mit Karola haben wir eine professionelle Regisseurin an Bord, die vom ersten Tag an unsere Tagesabläufe und Unternehmungen filmte.

Aus dem Material werden eine kurze und eine längere Version von unseren Aktivitäten geschnitten. Wir können uns auf die 2 Versionen freuen. Einen Vorgeschmack von zusammengeschnittenen Material hat Karola uns schon per Wetransfer zukommen lassen. Seitdem höre ich nur noch: Karola „Fuim“ was soviel heißt wie: Wir wollen den Film von Karola sehen (und zwar zum gefühlt tausendsten Mal).

 

Wir besuchten zusammen einen Daara, der aus Flüchtlingskindern aus Mali besteht. Das Besuchen der umliegenden Daaras und die medizinische Notversorgung der Kinder gehört zu unseren regelmäßigen Aufgaben.

 

Moctar, einer unserer Volontäre ist dafür ausgebildet worden und dafür zuständig. Leider wurden wir schon auf den ersten Krätzefall für dieses Jahr aufmerksam. Normalerweise tritt diese Krankheit erst in den Monaten ab Juli auf, also während der Regenzeit. Da Krätze sehr ansteckend ist, ist zu befürchten, dass es in diesem Daara schnell weitere Fälle geben wird. Die hygienischen Umstände in den Daaras sind das größte Problem bei der Eindämmung der Krankheit.

 

 

Im Januar 2017 bin ich zu Besuch in der Klasse 4a gewesen um dort einen Vortrag zum Senegal und der Situation der Kinder im Senegal zu halten.Die Klasse 4a der Schule auf der Uhlenhorst mit ihrer Lehrerin Sarah Rosorius haben daraufhin für uns eine große Spendenaktion gestartet, bei der wir ganz tolle Sachen geschenkt bekamen. Außerdem bastelten die Kinder der Klasse Armbänder, über die sich unsere Kinder sehr freuten. Vielen Dank an euch, liebe Kinder der Klasse 4a und liebe Frau Rosorius!

 

 

Auch Heimwerker technisch waren wir sehr aktiv. Durch fachmännische Unterstützung von Frank, der uns auch mit den nötigen Materialien vom Baumarkt ausstattete, trauten wir uns das Projekt „Reifenschaukel“ „anzugreifen“. Ok, es lief nicht alles gleich nach Plan und Frank wäre sicherlich um einiges schneller und professioneller zum Ziel gekommen, aber beim 2. Versuch und mit dem 2ten Reifen funktionierte es endlich. Motiviert durch das Ergebnis, wollten wir unsere schöne Schaukel nun nicht mehr einfach an den Baum hängen (der sich leider über Asphalt befand) , sondern suchten und fanden eine tolle Alternative. Eine alte Vorschule hatte ihren Betrieb eingestellt und in ihren Schulhof befand sich ein Schaukelgerüst. Also schwatzte Touba den Eigentümern unter senegalesischen Freunden das Teil zum Nulltarif ab. Es dient jetzt als Kletter und Schaukelgerüst. Die Pfifferlinge haben ihren Spaß.

 

 

Weiter Heimwerker technisch unterwegs und wie gesagt hochmotiviert nahmen wir unser nächstes Ziel ins Visier. Eine Fotowand mit den Kindern sollte es sein.

 

Ein vergleichsweise einfaches Projekt, wenn man schon mal eine Schaukel gebaut hat. Es wurde eine Spanplatte gekauft, gestrichen und mit den Fotos der Kinder versehen. Jetzt hängt sie sehr präsentabel im Eingang über den Haken für die Jacken und Schulrucksäcke.

 

Als letztes Heimwerker Projekt stand eine Torwand auf dem Plan, also wieder was für Fortgeschrittene. Mit Stichsäge und so. Sie ist ein voller Erfolg. Nicht nur für unsere Kids. Kaum aufgebaut, bildeten sich Schlangen von Kindern, die alle mal schießen wollten. Bis heute ist sie noch nicht zusammengebrochen und tut brav ihre Dienste.

 

 

Unser Bauvorhaben, der Anbau, musste, nach einigen kleinen Fortschritten, wie der Bemalung der Wände, leider erst mal zum Stillstand gebracht werden.

 

Nachdem wir merkten, dass der vom Vermieter vorgegebene Maurer des Rechnens und Planens nicht wirklich mächtig war und nach mehreren Kostenvoranschlägen landeten wir bei einer Summe, die seine Erstkalkulation um 200 % überstieg. Also erst mal Baustopp, Geld sparen und warten auf bessere Zeiten. Bereits gekauftes Material ist wartet auf weitere Verwendung im letzten Quartal des Jahres. Hätten wir selber ohne den „Vermieter-Maurer“ bauen dürfen, wir wären schon fertig mit weit weniger Geld. Es ist wie es ist.

 

Zu unseren festen Programmpunkten zählen die für die Talibés und Straßenkinder veranstalteten Goutiers. Animationsprogramme mit Trommeln, Spielen, Fußball, Keksen und Milch. Zwischen 100 Kinder und 130 Kindern kommen zu diesen Veranstaltungen. Durch die tolle Ballspende von Preussen Reinfeld, bekam jeder Daara einen Ball geschenkt. Man kann nicht in Worte fassen, wie viel so ein Ball für die Kinder bedeutet. Nochmal Danke an Preussen Reinfeld.

 

 

Das Größte Highlight für die Kids ist la „Plasch“ oder wie die Franzosen sagen würden: La palge, der Strand. Nichts macht mehr Spaß, als ihnen beim jauchzen, kreischen und kichern zuzuschauen, wenn sie all ihren Mut zusammen nehmen um ihre Beine ins Wasser zu tauchen. Seit neuestem alle mit schicken, trendigen und einheitlichen Badehosen von C+A (Sale Schnäppchen) ausgestattet. So ist es leichter sie im Blick zu behalten und einfach cool anzuschauen. Auch unser neues Standspielzeug fand großen Anklang. Wassermühlen, LKW, Kuchenformen und Eimer waren sofort im Volleinsatz.

 

 

Bei einem der Wochenend-Schwimm- Ausflüge wurden (wahrscheinlich durch unsere schicken Badehosen) Francoise und Jean Jaques auf uns aufmerksam, ein Ehepaar aus Frankreich, dass im Jahr mehrere Monate in ihrem wunderschönen Haus mit einer Mangoplantage verbringen. Wir unterhielten uns und wenig später besuchten uns die beiden und brachten einen Wahnsinns-Mango-Bananen- Kuchen vorbei. Der Kuchen war wirklich der Hammer. Die Kinder freuten sich riesig. Und ehrlich gesagt, nicht nur die Kinder....

Francoise und Jean Jaques boten uns an, da sie zurück nach Frankreich mussten, einen ihrer tollen Mangobäume ernten zu dürfen. Was für ein Angebot. Merci Francoise et Jean Jaques!!! Die Kinder lieben Mangos, und auch hier sollten wir ehrlich bleiben, nicht nur die Kinder...

 

 

Der Abschied von Karola und Antje war wieder traurig. Mit Trommeln und Tränen sagten wir Ba benenon und Au revoir. Die Pfifferlinge fragten noch lange nach den beiden und waren sehr still. Aantjii und Karolllla kommt bald wieder!!!!

 

 

Auch diesmal nahmen wir wieder Kinder vorübergehend bei uns auf. Mbaye, ein etwa 14 jähriger Straßenjunge, Modou und Cziechu, die aus einem Daara geflohen waren, Ada, dessen Eltern in Guinee wohnen und der ebenfalls aus dem Daara geflüchtet war und Jibi. Jibi war mit einem Eselskarren in einem Krankenhaus abgegeben worden und der Kutscher verschwand sofort nach Abgabe des Kindes. Angeblich sollte auf Jibi eine Mauer gefallen sein. Später stellte sich raus, dass er in einem Daara südlich von Mbour schwer misshandelt worden war. Als er bei uns ankam, konnte er nicht selbständig und mit Hilfe nur mit großen Schmerzen laufen. Außer bei Ada, konnten wir alle Familien ausfindig machen und die Kinder in diese zurückführen.

 

Luck happens

 

Manchmal kann man sein Glück gar nicht fassen.

 

Sonntag, der 12.03.2017 war definitiv ein Glückstag für unseren kleinen Verein – so viel steht fest. Besuch vom Verein Hilfe für Senegal hatte sich angekündigt. Also wurde mit den Kids (Ritas) Kuchen gebacken und Kaffee aufgesetzt.

 

Was aus unserer Perspektive als ein reiner Besuch gedacht war, entpuppte sich als Segen für unseren kleinen Verein und es kam alles anders als erwartet. Mit Werner Wortmann und Albert Guntermann waren 2 Vertreter des Vorstands unter den Besuchern und uns wurde sofort und unmittelbar Hilfe angeboten und zwar in einer Größenordnung die unsere Vorstellungskraft schlichtweg überstieg.

Uns wurden eine Jahresration Reis, Matratzen, ein Kühlschrank, Schulsachen, Spielsachen und Kleidung versprochen.

 

 

Keine zwei Wochen später stand eine 2te Gruppe vor der Tür, die uns alles auch noch persönlich vorbei brachte.

Das war wirklich ein absolutes Highlight in all den Jahren der Vereinsarbeit unseres kleinen Vereins.

Die Menschen, die wir kennen lernen durften waren so hilfsbereit, unkompliziert und herzlich, dass mir bis heute die Worte fehlen, um auszudrücken, wie dankbar wir sind.

 

Euch, die Ihr da wart, Werner, Albert, Josef, Kurt, Peter, Ludger, Olli, Franjo, Gerd, Simone, Melanie, Andrea und nicht zu vergessen Monika (durch die dieser tolle Kontakt erst zustande kam), möchten wir von ganzem Herzen danken.

Auch allen, die den Verein Hilfe für Senegal unterstützen und allen die noch kommen wollen danken wir ebenfalls herzlich.

Ihr habt uns so sehr geholfen.

 

Wie eingangs geschrieben: Manchmal kann man sein Glück gar nicht fassen.

 

Februar_ März 2017

 

Tolle Zeit

 

Was hatten wir für eine tolle Zeit. Diesmal kamen Antje und Rita zu Besuch in den Senegal.

 

Die Kinder (mittlerweile sind es 21) haben sich riesig gefreut. Schon am ersten Tag wurden unsere knapp 200 kg ausgepackt und die Kinder wurden neu eingekleidet. Auch die mit Gundis flinken Fingern gestrickten Schlafwolldecken haben nun ihre Bestimmung und Eigentümer gefunden. Die Kinder lieben ihre Decken.

 

 

Ein wichtiges Unterfangen, das wir zeitnah umsetzen wollen und müssen, ist der Umzug des Zentrums. Da unser Vermieter bis zum heutigen Datum keine Anstalten unternahm, die fahrlässige Stromverkabelung zu erneuern und in der Regenzeit das Zentrum fast täglich unter Wasser stand, haben wir uns aufgrund der Sicherheitslage entschlossen demnächst umzuziehen. Zudem wurde uns über die Immobilienfirma immer wieder angedroht, dass das Haus demnächst verkauft werden sollte. Jetzt werden die Kinder in unser Haus am Meer umziehen. Die Vermieterin war einverstanden, dass wir im hinteren Teil des Grundstücks einen großen Raum anbauen. So ist genügend Platz für alle 20 Kinder (und die, die noch kommen werden).

Antje und Moctar gingen tatkräftig zur Sache und verputzten und strichen die Wand. Der Wasseranschluss wurde auf Vordermann gebracht und die Wand mit Motiven aus der Geschichte „Kirikou“ bemalt. Nach zähen Verhandlungen gelang es uns einen LKW mit Sand zu ordern und der Betonboden wurde angefertigt. Im Mai wollen wir den Anbau fertigstellen und hoffen, dass es klappt. Danach steht der Umzug an.

 

 

Antje und Rita haben sich so engagiert um unsere Kinder gekümmert. Es wurde gemalt, gesungen und getrommelt, gebastelt, gelernt und exzessiv gespielt. Nachdem die Kids herausgefunden hatten, dass Antje keine Angst vorm herumtollen im Sand hat, wurde sie gleich vollends vereinnahmt. Egal ob als „Lokomotive“ oder als Unterlage, um sich auf sie zu schmeißen. Antje „musste“ für alles geduldig herhalten. Rita backte mit den Kindern Kuchen. Bei der Gelegenheit konnten wir ein tolles Becherrezept abstauben, dass auch schon zu wichtigen Gelegenheiten zum Einsatz kam.

 

 

Ein Problem der Vergangenheit war es, dass wir nicht immer die richtigen Kleidergrößen für die Kinder im Gepäck hatten. Rita hat dem Problem mit einer guten Idee jetzt Abhilfe geschaffen.

Es wurde ein Zentimetermaß an die Wand gemalt, um einen Überblick der Kleidergrößen der „alten“ und „neuen“ Kinder zu bekommen. Zudem bastelte Rita ein Brett, um die Schuhgrößen zu ermitteln.

Jedes Kind wurde ausgemessen und wir haben jetzt die Möglichkeit, die Kleidung entsprechend der Größen der Kinder einzupacken.

Unsere „neuen“ Kinder bekamen von Antje und Moctar T-Shirts mit dem Logo von Espoir de Demain bemalt.

Jetzt haben alle Kinder ein T-Shirt von Espoir.

 

 

Ein absolutes Highlight war unser gemeinsamer Ausflug zum Lac Rose und der dortige Strandspaziergang. Mit einem Bus und unserem Auto sind wir ins 1 ½ Std. entfernte Niaga gefahren. Bei einem Picknick wurde Ritas Kuchen verspeist und ausgiebig am Strand gespielt.

 

 

Fußballspiele und Turniere sind ein fester Bestandteil unserer Aufenthalte. Vor allem die Straßenkinder und Talibés, die sonst mangels Ball keine Chance auf ein Fußballspiel haben, freuen sich riesig auf die Spiele. Diesmal hatten wir Trikots von Bouroussia Oedt gespendet bekommen, so dass dem Fußballspaß nichts mehr im Weg stand. Unser Auto diente für unsere Kleinen als komfortable Tribüne.

 

 

Freitags veranstalten wir, wenn möglich, immer ein Gouter. Das ist ein Animationsprogramm für Straßenkinder und Talibés. Nach dem Bettelverbot war es in den letzten Monaten schwierig die Kinder aus den Daaras zu bekommen. Die Kinder waren in den Daaras blockiert, damit sie nicht von der Polizei aufgegriffen werden. Aber langsam dürfen die Kinder wieder zu uns. Wir machten eine Tour durch die nahegelegenen Daaras und warben bei den Marabouts um die Kinder.

Mit Erfolg. 120 Kinder kamen.

Seitdem läuft freitags unser Gouter wieder. Fußball, Sackhüpfen, Kartoffellaufen und Trommelanmation stehen u.a. auf dem Programm. Zum Abschluss gibt es Keckse, manchmal Schokobrote und Getränke.

 

 

Der Abschied von Antje und Rita war traurig. Beide bekamen als Abschiedsgeschenk eine von den Kindern bemalte Holztafel.

Nur weil wir versprechen konnten, dass sie wieder kommen, konnten sich die Kids etwas beruhigen.

 

Es war wirklich eine tolle Zeit!!! Kommt bald wieder!!!

 

 

 

 


Wir wünschen Ihnen und euch ein frohes Fest und ein frohes neues Jahr!

November_2016

 

Bettelverbot die Dritte...

 

Das Bettelverbot wird weiter umgesetzt. Die Straßenkinder und Talibés sind, bis auf wenige Ausnahmen, aus dem Straßenbild verschwunden.

 

Momentan werden vorwiegend die kleinen Talibés in Gruppen zu ihren Eltern zurückgeschickt. Ein Segen für sie. Die Marabouts können sie nicht mehr verpflegen, da das finanzielle Fundament durch das Bettelverbot gekappt wurde. Die übrig gebliebenen Talibés haben es um so schwerer. Sie können den Daaras so gut wie gar nicht mehr entkommen. Hatten sie vorher wenigstens die Möglichkeit zumindest während der Bettelzeiten der strengen Aufsicht der Marabouts zu entfliehen, sind sie jetzt mehr oder weniger Gefangene in den Daaras. Das bekommen wir auch drastisch in unserem Zentrum zu spüren. Kaum noch ein Talibé wagt sich zu uns. Unser Streetworkingprogramm, das wir auf Grund der Situation starteten, läuft langsam an. Wir kontrollieren direkt in den Daaras, ob sich dort kranke oder verletzte Talibés aufhalten und verarzten sie. Da die Marabouts wissen, dass wir mit den Behörden zusammen arbeiten sind sie momentan uns gegenüber reserviert. Deswegen ist u.a. die Organisation des Animationsprogramms schwierig. Das ist sehr traurig, da gerade die Animation, das Spielen und Basteln die Kinder so glücklich macht. Es bleibt uns nichts übrig, als langsam zu versuchen, alles wieder aufzubauen.

 

Unterdessen geht es unseren 11 Kindern, die wir kontinuierlich bei uns aufgenommen haben, sehr gut. Alle gehen zur Schule, denn wir konnten eine Kooperation mit der nahegelegenen Schule „Ecole Elementaire Zone Residentielle“ eingehen. Die beiden kleinsten, Moussa und Mas, werden jeden Tag von Touba zur Vorschule "Guarderie d'Enfants sant suno Borom" gebracht. Die Kinder sind glücklich und dankbar, dass sie ihren persönlichem Schicksal entkommen konnten.

 

Am 15.11.2016 feierten wir zusammen den Geburtstag von Touba. Es ging mit Kuchen backen am Tag vorher los. Am Geburtstag sind wir dann mit den Kindern, Betreuern und dem Geburtstagskind zusammen mit 2 Autos nach Dakar gefahren um von dort aus per Boot die ehemalige Sklaveninsel Goreé anzusteuern. Dort besuchten wir Sehenswürdigkeiten, u.a. das Museum der Sklaven und die Festung. Zwischendrin hatten wir aber auch Zeit zum Spielen am Strand. Es war ein toller Ausflug für die Kinder und ein schöner Geburtstag für Touba.

August_September 2016

 

Alles beim Alten?

 

Man sieht sehr vereinzelt wieder Talibés auf den Straßen. In St. Louis wurde ein Marabout festgenommen, dessen Talibés auf den Straßen beim Betteln erwischt wurden. Ob es an den weiterhin bestehenden Bettelverbot liegt, dass nur so wenige Talibés auf der Straße sind, oder an der Regenzeit - ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Momentan regnet es sehr viel und der Regen kommt mit einer unglaublichen Wucht. Zudem sind die Regenfälle fast immer gepaart mit heftigen Stürmen. Sie gleichen Tornados. In St. Louis sind Tote zu beklagen. Zwischendrin ist es unerträglich heiß. Tropische, feuchte Hitze, nicht sehr angenehm.

 

Das Zentrum steht, wie viele Häuser und Straßen, immer wieder unter Wasser. Das bedeutet immer wieder feudeln, feudeln, feudeln. Auf dem kleinen Hof hinter dem Zentrum staut sich das Wasser wie in einem Schwimmbecken. Zwei Räume im Zentrum sind nicht benutzbar, wegen der Wasserlachen. Da in den Zimmern die Verkabelung sehr zu wünschen übrig lässt und wir den Vermieter fast täglich aufgesucht haben, er sich aber nicht bequemt, den Schaden zu beheben, haben wir die Räume geschlossen. Zu gefährlich, wegen Stromschlägen. Lange sehen wir uns das nicht mehr an - dann heißt es Umzug.

 

Mittlerweile haben wir 12 Kinder fest bei uns wohnen. Ein Kind ist schwerbehindert. Wir haben ihn in einem erbarmungswürdigen Zustand gefunden und erstmal einen Rollstuhl für ihn organisiert. Wir hoffen, dass er bei uns bleiben kann. Allerdings wäre dafür eine rund-um-die-Uhr-Betreuung nötig. Viele wollen uns ihre Kinder anvertrauen, da momentan niemand so recht weiß, wie es mit den Daaras weitergeht. Wir sind, auch aufgrund unseres Budgets, noch etwas reserviert mit der Aufnahme der Kinder. Die Kinder, die jetzt bei uns wohnen sind aus schwierigsten Verhältnissen und bevor sie auf der Straße landen, kümmern wir uns um sie.

 

Um die Kosten der Verpflegung für die Kinder zu minimieren, haben wir mit einem Gemüsegartenprojekt begonnen. Talla, ein gelernter Gärtner, wird dieses Projekt durchführen. Wir werden u.a. Salat, Tomaten und Kartoffeln anbauen. Wir wollen dann jugendliche Straßenkinder im Gemüseanbau anlernen. Auch unsere Kinder sollen an dem Projekt beteiligt werden.

Juni_Juli 2016

 

ALLES ANDERS.

 

Die senegalesische Regierung hat sich entschlossen, das seit Jahren bestehende Bettelverbot für Talibés und Straßenkinder nun durchzusetzen. Schon seit Anfang des Jahres müssen die Marabouts, die einen Daara betreuen, zu den Behörden (in diesem Fall AEMO), um sich registrieren zu lassen. Dort wird u.a. festgestellt wie viele Kinder sich in dem Daara aufhalten, woher sie kommen, wer der Marabout ist etc.. Anschließend wird ihnen eine Urkunde ausgehändigt.

 

Jeder, der den Koran gelernt hat, kann einen Daara eröffnen und dort als Marabout den Koran lehren. Das führte in der Vergangenheit dazu, dass unzählige Marabouts unzählige Daaras eröffneten. Die Kinder werden meist in dem Heimatdorf des Marabouts bei den Eltern angeworben und dann in eine der großen Städte des Senegals mitgenommen. Die Distanz der Städte zu den Heimatdörfern spielt hier eine wesentliche Rolle. Man möchte es den Kindern so schwer wie möglich machen, wieder zu ihren Eltern zu flüchten. Mit dieser, außer für das Kind, sehr zufriedenstellenden Lösung konnten alle Beteiligten sehr gut leben: Der Marabout, der mit den bettelnden Kinder einen Broterwerb hatte und die Eltern in den Dörfern, die somit weniger Kinder zu versorgen hatten – das alles zu Lasten des Kindes.

 

Warum jetzt?

 

Ein wesentlicher Grund für die strikte Durchsetzung des Bettelverbots liegt in der Terrorismusbekämpfung. Der Senegal wird als ein potenzielles Anschlagsziel gehandelt. Al Kaida ist schon lange an den Grenzen zu Mali und Mauretanien präsent. Boko Haram versucht im Land aktiv Leute zu werben. Es geht darum, das Land zu destabilisieren. In Kaolack wurde nun ein Imam wegen seiner Kontakte zu Boko Haram festgenommen. Seine Koranschule mit 300 Kindern wurde geschlossen. Gerade die Koranschulen gelten als Rekrutierungsstätten für die Terrororganisationen. So geschieht es schon seit langem in Nigeria, dem Ursprungsland von Boko Haram. Um nicht die Kontrolle über die Lehrinhalte der Koranschulen zu verlieren, bemüht sich der Staat nun um deren Überprüfung. Das finanzielle Fundament der Koranschulen bilden die täglich erbettelten Summen der Talibés. Von diesen Summen werden deren Essen und der Lebensunterhalt des Marabouts und dessen Familie finanziert. Ein Bettelverbot hat zur Folge, dass ein Großteil der Koranschulen nicht mehr überlebensfähig ist. Alternativ werden, so wohl das Ziel, die Eltern wieder in die Verantwortung genommen. Das bedeutet: Entweder finanzieren sie die Kinder in den Koranschulen oder der Daara kann sich nicht halten und die Kinder kommen wieder zu ihren Eltern in ihr Heimatdorf.

 

Soweit die Theorie. Die große Frage ist: Wie lässt sich das Ganze in die Praxis umsetzen? Ich habe da überhaupt noch keine Vorstellung. Fakt ist: Bei meinem letzten Besuch in Mbour waren die Talibés komplett aus den Straßenbild verschwunden. Ich habe in den 3 Wochen nach Bekanntgabe der nun strikten Anwendung des Gesetzes vielleicht 5 Talibés auf den Straßen gesehen. Ein für mich völlig ungewohntes Bild. Die Polizei sammelt die Kinder von der Straße und übergibt sie dann unserem Verein. Wir kümmern uns so lange um die Kinder, bis der Marabout den Verlust der Kinder bemerkt und dann gezwungenermaßen bei der Polizei vorstellig wird. Die Polizei klärt ihn dann auf, dass bei nochmaligem Verstoß sein Daara geschlossen wird. Dann wird er zu uns geschickt, um die Kinder abzuholen. Die Angst, dass Kinder von der Polizei aufgegriffen werden, führt automatisch dazu, dass die Marabout ihre Kinder nun wie Gefangene in den Daaras halten.

 

Was bedeutet das für unseren Verein?

 

Keine Kinder auf den Straßen – keine Kinder mehr im Zentrum? Im Gegenteil.

 

Tatsache ist: Es gibt zu viel zu viele Kinder, die von ihren Eltern nicht versorgt werden können. Die komfortable Lösung für Eltern und Marabout, die Kinder einfach in eine Koranschule weg zu organisieren und sich der Verantwortung zu entziehen, fällt momentan weg. Die Folge, Eltern, Behörden, Polizei und auch Marabouts bitten uns, Kinder bei uns aufzunehmen. Wir haben jeden Tag Kinder, die uns vorbei gebracht werden. Teilweise übernehmen wir die Aufgaben des Staates (wie immer fehlen die finanziellen Mittel) und kümmern uns um die Rückführung in die Familien der Kinder. Das haben wir auch schon vorher getan. Neu ist, dass jetzt Kinder fest bei uns leben, um die sich keiner kümmern kann. Eben die Kinder, die vorher bequem wegorganisiert wurden. Zur Zeit sind wir mehr ein Kinderheim als ein Tageszentrum.

 

Wie lange die Regierung diese Strategie (die ja zunächst begrüßenswert ist, da sie die Verantwortung von den Kindern wieder auf die Eltern zurück delegiert) durchhält ohne eine wirkliche Alternativlösung anzubieten, werden wir sehen. Im September bin ich wieder dort.

 

März_April 2016

 

Die gute Nachricht gleich zum Anfang: Assan geht es sehr gut. Seine schwere Brandverletzung wurde über mehrere Wochen behandelt und er kann die Hand fast vollständig wieder bewegen. Die Erfolgschancen, dass die Hand bald wieder voll einsatzfähig sein wird sind sehr gut. Assan ist, wie man auch auf den Fotos sieht, voll dabei.

 

Während dieses Aufenthalts haben wir uns um den Kontakt zu den Familien einiger Kinder gekümmert. Dies ist meistens sehr zeitaufwändig und gestaltet sich als sehr schwierig.

 

In einer endlos langen Tour in das Heimatdorf Sadio von N’Diaga (der Junge, den wir ein Jahr wegen seiner schweren Brandverletzung behandelten) gelang es uns, dessen Familie ausfindig zu machen. Sein Vater, der wegen seiner finanziellen Situation keine Möglichkeit sieht, N’Diaga bei sich aufzunehmen, bat uns, ihn bei uns aufzunehmen und ihn zur Schule in Mbour zu schicken. Der erste Schritt ist getan.

 

Ein anderer Besuch, ebenfalls verbunden mit einer mehrstündigen Autofahrt, in dem Dorf Keur Barra (ca. 1 km vor der Grenze zu Gambia), verlief leider nicht erfolgreich. Im Frühjahr 2015 wurde uns von Mme N’Doye von der Kinder und Jugendbehörde AEMO der kleine, schwer misshandelte Amad übergeben. Er lebte einige Zeit bei uns und Mme N’Doye gelang es, die Familie ausfindig zu machen. Der Vater wurde einbestellt und per Unterschrift und Kopie des Personalausweises verpflichtet, das Kind nicht mehr in einem Daara unterzubringen. Da Mbour und Keur Barra aber mehrere Stunden Autofahrt trennen, ist die Kontrolle dieser Auflagen nur schwer zu vollziehen. Den staatlichen Stellen fehlt das Geld und dem wenigen Personal die Zeit, um sich um die Einzelschicksale der immensen Anzahl an Kindern zu kümmern. Die Rückführungen in die Familien und die Kontrolle der Auflagen ist ein Teil unserer Arbeit.

 

In Keur Barra stellten wir fest, das Amad nicht bei seinen Eltern lebt. Wir wurden über Stunden aufgehalten und beschäftigt, aber der Kontakt zu Amad wurde uns nicht ermöglicht. Nach langen Diskussionen kam dann heraus, das Amad in einem Daara in Tambakounda untergebracht wurde. Wir entschlossen uns zurückzufahren und die Möglichkeiten mit Mme N’Doye, von der Behörde AEMO, auszuloten. Wir werden uns weiter um das Schicksal von Amad kümmern. Ziel wird es sein, auch ihm den Zugang zur Schule in Mbour zu ermöglichen.

 

Dezember 2015_ Januar 2016

 

Geschafft. Mariama hat endlich ihre fertige Nähmaschine von uns bekommen. Die behindertengerechte Umarbeitung hat einige Probleme bereitet und es musste viel improvisiert werden. Wenn es auch schwierig ist, einfachste Dinge vor Ort zu besorgen, so sind die Senegalesen im improvisieren sehr erfinderisch. Zusätzlich zu der Nähmaschine haben wir einen Spezialtisch mit Hocker anfertigen lassen. Endlich kann Mariama ihren Start ins Berufsleben beginnen.

 

Zurzeit leben sechs Kinder bei uns. Zusätzlich sind uns zwei kleine Jungen, Mor und Mamadou, die aus einem Daara geflohen sind, durch AEMO übergeben worden. Nach langem hin und her sind sie nun wieder bei ihren Eltern gelandet. Wir hoffen, dass sie dort bleiben können.

 

Im Gegensatz zu unseren Erfahrungen in St. Louis, wird es hier oft von den Marabouts versäumt die Kinder zu uns ins Zentrum zu schicken, wenn sie krank oder verletzt sind. So war es z.B. bei dem kleinen Assan. Er hat eine verbrannte Hand, die umgehend behandelt werden musste. Nur durch einen zufälligen Besuch in den Daara wurden wir auf Assan aufmerksam. Mittlerweile waren 5 (!) Tage verstrichen, so dass die Finger inzwischen zusammengeklebt waren. Jetzt befindet er sich in unserer Obhut uns wir versuchen die Hand zu retten, so weit es mit den vor Ort vorhandenen Bedingungen möglich ist. Als Konsequenz werden wir nun dazu übergehen, die Kinder in den Daaras zu untersuchen und zu kontrollieren ob sie krank oder verletzt sind.

 

Nach wie vor machen uns die Animationsprogramme am Freitag am meisten Spaß. Unsere Kinder haben jetzt auch Sackhüpfen und Kartoffellaufen gelernt. Es ist lustig zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus auch 15-17 jährige Kinder mitmachen.

 

September_Oktober 2015

 

 

Wenn jemand wissen möchte, wie es bei 44°C ist, Wände zu streichen, Regale zu bauen und Schulbänke zu reparieren, dann fragt Jörn und Bianca!!! Die beiden haben sich ins Zeug gelegt und das wirklich bei einer Hitze und Luftfeuchtigkeit, bei der man schon beim Atmen Schweißausbrüche bekommt.

 

Unser Zentrum hat eine rundum Erneuerung erhalten und sieht jetzt sehr schick aus. Der Flur und Eingangsbereich wurde grün gestrichen und die restlichen Räume Terrakotta rot. Ein kleiner Vorsprung wurde neu gekachelt. Er dient in der Regenzeit als Kochnische.

 

Unsere Außenküche ist fertig. Von unserer Kunstwerkstatt stehen bereits die Wände und der Boden ist gegossen. Auch die Toilette wurde erneuert.

 

Unser ganzer Stolz ist aber unser kleiner Schulraum, der mit den neu reparierten Bänken sehr schön geworden ist. Auch die Kids sind sehr glücklich über ihre kleine Schule.

 

Seit Juli leben Adi, Assan, und Ada im Zentrum. Adi ist Mutter der 2 jährigen Zwillinge Ada und Assan. Da sie und ihre Kinder kein Dach über den Kopf hatten, haben wir sie im Zentrum aufgenommen. Adi kocht für unsere Straßenkinder und hilft ihnen beim Wäschewaschen.

 

Am 25.09.15 war das Tabaski Fest. Wir feierten das Fest bei uns im Zentrum traditionell mit Ziege und unseren Straßenkindern.

 

Alles in allem haben wir viel geschafft – Schaut euch einfach die Bilder an.

Juni_Juli 2015

 

 

Was gibt‘ Neues?

 

Dem kleinen N’Diaga geht es mit seiner Verbrennung schon besser. Ein gleichaltriges Kind von etwa 5 Jahren hatte Anfang diesen Jahres im Daara N’Diagas T-Shirt mit einem Feuerzeug angezündet. Das T-Shirt bestand größtenteils aus Nylon und die Haut war sehr schwer verletzt. Der Heilungsprozess dauert sehr lange, aber wir sehen mittlerweile gute Fortschritte. Da die hygienischen Umstände in N’Diagas Daara eine Behandlung dort unmöglich machten, konnten wir über das Krankenhaus „L’hopital Baye Dieng“ in Mbour (mit dem wir eine Kooperation haben) und Mme N’Doye (AEMO, Kinder-und Jugendbehörde) erreichen, dass N’Diaga solange bei uns leben kann, bis die Behandlung abgeschlossen ist.

 

Auch dieses Mal ist es uns wieder mit Hilfe von Mme N’Doye gelungen, 2 Kinder, Mamadou Sow und Mouhamed Baye M’Bengue, in ihre Familien zurückzuführen. Beide Kinder wurden auf der Straße aufgelesen und lebten einige Tage bei uns im Zentrum. Unser Verein ermöglichte auch in diesen beiden Fällen wieder den Transport der Kinder zurück zu ihren Familien. Wir begleiteten Mamadou Sow bis nach Pdor, ganz im Norden des Senagals, in sein Dorf und sprachen mit seinen Eltern, damit sie ihn wieder bei sich aufnehmen. Auch Mouhamed begleiteten wir zu seinen Eltern und sprachen mit ihnen. Wir hoffen, dass es für die beiden Jungs alles positiv ausgehen wird und stehen mit den Familien weiter in Kontakt.

 

Unsere kleine „Outdoorküche“ im Zentrum nimmt allmählich Gestalt an. Normalerweise wird ja draußen gekocht, aber zur Regenzeit ist eine Überdachung doch sehr von Vorteil. Im Anschluss an die kleine Küche soll ein kleines Atelier eingerichtet werden, wo Jugendliche im Kunsthandwerk unterrichtet werden sollen. Wir möchten mit ihnen Batiken, einfache Ledersandalen fertigen, Bilder malen, aus Metall und Dosen kleine „Kunstwerke“ herstellen. Uns wird sicher noch viel einfallen und wir sind sehr gespannt, was aus diesem kleinen Projekt wird.

 

Mme Traore, die eine kleine Schule in der Nähe von Mbour betreibt, wird uns reparaturbedürftige Schulbänke zur Verfügung stellen. Wir werden die Möbel dann bei uns wieder aufbereiten und freuen uns über ihre Spende, die wir für unsere kleine Schule gut gebrauchen können. Ein Marabout aus direkter Nachbarschaft unseres Zentrums hat sich bereit erklärt, einen Teil seiner Kinder bei uns in den Unterricht zu schicken. Das ist ein schöner Erfolg, da so die Kinder die Möglichkeit haben, zumindest schreiben, lesen und etwas rechnen zu lernen. Auch Mädchen aus der Nachbarschaft, die traditionell weniger Chancen auf Schulbildung haben, sollen bei uns die Möglichkeit bekommen, am Unterricht teilzunehmen. Alles in allem aber noch ein weiter Weg, mit einigen zu erwatenden Hindernissen….

 

Leider ist es uns bis jetzt nicht gelungen, eine passende Nähmaschine für Mariama zu finden. In Mbour sind die Möglichkeiten ein Model zu finden, dass man für Mariama umbauen kann, nur sehr begrenzt. Trotz vieler Kontakte, auch über den Verein der Menschen mit Handicap, hatten wir kein Glück bei unserer Suche. Wir werden es nun in Dakar versuchen.

 

April 2015

Jörn und Bianca sind zu Besuch!!!! Wir alle freuen uns sehr darüber. Mit insgesamt 9 Taschen Spendengepäck sind wir vom Flughafen Hamburg nach Dakar gestartet. In Dakar wurden wir von Touba Diop am Flughafen abgeholt.

 

Nach einem Tag Eingewöhnung für Bianca und Jörn starteten wir abends mit der Beschneidung von 32 Jungen. Die Beschneidungen sind im muslimischen Senegal obligatorisch für die Jungen. Unser Verein setzt sich dafür ein, dass diese Beschneidungen von einem Arzt vorgenommen werden und dass auch nach den Operationen eine ärztliche Betreuung erfolgt. Wir wollen diese Prozedur so erträglich wie möglich für die Jungen gestalten. Leider ist dies im Senegal bei den Beschneidungen aus Kostengründen oft nicht möglich. Die Jungen blieben 3 Wochen bei uns im Zentrum. Dies erleichterte die Nachbehandlung, die ohne Komplikationen verlief. Auch das ist nicht die Regel, da die Kinder normalerweise nach den Beschneidungen wieder zurück in die Daaras müssen, wo sie sich in katastrophalen hygienischen Verhältnissen wiederfinden.

 

Neben der medizinischen Versorgung kümmerten wir uns auch um die Verpflegung der Kinder über die 3 Wochen. Zudem organisierten wir ein vielfältiges Animationsprogramm u.a. mit Trommeln , Tanz und Gesang. Wir bastelten mit tatkräftiger Unterstützung von Bianca Collagen mit Bildern auf Spanplatten, beklebten Dosen mit bunten Stoffen und bemalten Fensterglas mit Fingerfarben. Auch viele Straßenkinder und Talibés, die nicht zu der „Beschneidungsgruppe“ dazu gehörten, nahmen an unseren Bastelaktionen teil.

 

Jörn baute ein Regal für unseren mitgebrachten kleinen Fernseher. Da im Senegal alles etwas länger dauert als kalkuliert, nahm diese Prozedur einige Tage in Anspruch. Schreiner finden, verhandeln, auf die Zuschnitte warten, passende Schrauben finden um dann doch zu improvisieren, das gehört alles im Senegal dazu. Nach einer knappen Woche hatten wir dann unser Regal an der Wand. Die Kids freuten sich. Vor allem die „Beschneidungsgruppe“, der dadurch die langen Wartezeiten durch Fußball und Kirikou schauen verkürzt wurde. Auch die Tischtennisplatte wurde von Jörn repariert.

 

Wir besuchten zusammen zwei der Daaras, deren Kinder unser Zentrum stark frequentieren. Dort war es möglich für Jörn einige Fotos zu machen, die die Situation in der die Kinder leben sehr anschaulich darstellen.

 

In der Mitte des Aufenthalts von Bianca und Jörn organisierten wir ein Fußballturnier mit den Straßenkindern und Talibés. Das Turnier lief über 2 Tage und machte allen sehr viel Spaß. Für das Turnier ließen wir extra gespendete Trikots mit unserem Logo von Espoir de Demain beschriften. Am Ende des Turniers (unser Team von Espoir hatte gewonnen) überreichten wir einen Pokal und traditionell Kekse, Milch und Tee (Ataya).

 

Um unser Zentrum etwas bunter zu gestalten entschlossen wir uns die Außenwände mit unserem Logo von Espoir de Demain zu verschönern. Ebenso wurde das von Jule und Roman entworfene Logo HAMBOURG und das Logo der TAP Portugal auf die Außenwände gemalt. Die TAP Portugal unterstützt uns seit 2009 bei unseren Spendentransporten durch Sonderkonditionen bei unserem Übergepäck. Die Aktion hat sich gelohnt. Das Zentrum sieht jetzt viel fröhlicher aus.

 

Auch dieses Mal haben wir mit unserem Spendentransport Kinderkleidung mitgenommen. Die Kleidung verteilten wir unter den Straßenkindern, die sich über die gespendeten Sachen sehr freuten.

 

Wie schon in den vorhergehenden Blog erwähnt, haben wir einen sehr guten Kontakt zu Mme N'Doye, die für die Jugend-und Kinderbehörde AEMO in Mbour zuständig ist. Sie übergab uns diesmal, neben den momentan 5 Kindern, die fest bei uns im Zentrum leben, weitere zwei Kinder. Den etwa 5 Jährigen N‘Diaga und den ca. 6 Jährigen Mamadou. N‘Diaga hatte schwere Verbrennungen, die ihm wahrscheinlich durch ein anderes Kind, zugefügt wurden. Er lebt jetzt seit 2 Monaten bei uns und wir kümmern uns in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Krankenhaus der Talibés und dem Arzt Mr. Dieng um seine Verletzungen. N‘Diaga ist durch die Verbrennungen traumatisiert und leidet sehr unter Albträumen. Das zweite Kind, das uns übergeben wurde, heißt Mamadou. Er wurde in seinem Daara immer wieder geschlagen. Er entkam letztendlich und floh über 400 km nach Mbour. Dort wurde er von der Polizei aufgegriffen und uns durch AEMO übergeben. Seine Eltern sind geschieden und das Sorgerecht für den Sohn erhielt traditionell der Vater. Dieser gab das Kind in einen Daara. Mme N'Doye machte die Mutter und Familie ausfindig und so konnten wir Mamadou dem Onkel übergeben, der das Kind bei sich aufnehmen wird. Mamadou wird also in guten Händen aufwachsen und muss nicht mehr zurück in den Daara.

 

Am Ende ihres Aufenthalts besuchten wir mit Bianca und Jörn Mariama. Mariama ist ca. 20 Jahre alt und wird die erste junge Frau sein, die wir in unserem Nähprojekt engagieren werden. Sie wird von uns eine Nähmaschine erhalten und kann so in ihr Berufsleben starten. Den Kontakt stellte der Verein der Menschen mit Handicap in Mbour her. Mariama hatte dort, trotz ihrer schweren Behinderung (keine Unterschenkel und eine verkrüppelte Hand), eine Ausbildung zur Näherin absolviert. Wir freuen uns sehr auf Mariamas neuen Start!

 

So haben wir wieder einiges geschafft, diesmal mit toller Unterstützung von Bianca und Jörn!!!

 

Jörn und Bianca kommt bald wieder!

Bilder

Januar 15

Analog zu unserem neuen Zentrum in Mbour wollen wir nun auch einen Blog eröffnen, der regelmäßig alle unsere Vereins-Aktivitäten in und um den Senegal beschreibt.

 

Zu unserem neuen Zentrum: Es besteht aus 5 Räumen, einen größeren Empfangsraum beim Eingang, der sich sehr gut als „Wartezimmer“ eignet, 2 Toiletten und 2 Duschen. Im Hof ist ein kleiner Gartenbereich, der sich zum Anbau anbietet.

Die Räume werden als Behandlungszimmer, Spielzimmer, Schulraum und Schlafräume genutzt.

Alle Räume sind fast fertig ausgestattet.

 

Das Zentrum wird freudig angenommen. Wir haben jeden Tag viele Kinder, die, wie es scheint, auf so ein Zentrum gewartet haben. Der Hof vor dem Zentrum wird als Spielhof genutzt. Wir haben dort einen Basketballkorb installieren und eine Tischtennisplatte bauen lassen. Zudem spielen die Kinder dort jeden Tag Fußball. Unsere Krankenstation ist fertig eingerichtet. Durch eine Kooperation mit einem Krankenhaus konnten wir dort ausgesonderte Krankenhausmöbel bekommen, die Handwerker für uns repariert haben. Momentan ist die Station stark frequentiert, da einige Kinder wieder mit Krätze zu tun haben. Das Krankenhaus stellt uns in Abständen einen Arzt zur Verfügung und wir können dort auch billiger Medikamente beziehen. Ein Zahnarzt aus Saly wird die Kinder einmal im Jahr untersuchen.

 

Mit der örtlichen Kinder - und Jugendbehörde AEMO klappt die Zusammenarbeit ebenfalls sehr gut. Sie übergeben uns Straßenkinder, die aus den Daaras geflohen sind und von der Polizei aufgegabelt wurden. Wir versuchen dann gemeinsam mit der Behörde, die Eltern ausfindig zu machen und bewegen sie dazu, ihre Kinder wieder aufzunehmen. Solange wir nach den Eltern suchen, leben sie bei uns im Zentrum.

 

Im August 2014 erreichte Ebola den Senegal. Glücklicherweise handelte es sich nur um einen einzigen bestätigten Fall.

Trotzdem waren die Angst und die Verunsicherung  bei den Kindern sehr groß. Wir leisteten Aufklärungsarbeit über den Umgang mit Ebola bei den Straßenkindern in unserem Zentrum. Die Aufklärungsarbeit findet, obwohl der erkrankte Ebolapatient mittlerweile als genesen entlassen wurde, weiterhin kontinuierlich statt.