Juni_Juli

 

Und wieder bin ich vor Ort. Diesmal mit viel Arbeit im Gepäck und natürlich auch mit viel Gepäck . Wichtigste Aufgabe, die neue, vom Verein Hilfe für Sengal ( noch mal Danke!!!!) spendierte Küche, schick zu machen.  Das hieß, alle zusammen ans Werk. Erst kacheln, dann streichen. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich der Gang zur Küche mitgestrichen. Er hatte es bitter nötig. 

 

 



 

Zeugnisse gab es auch wieder. Diesmal zum Schuljahresabschluss und vorerst nur für die Kleinen. Weiterhin tolle Noten! Die Großen folgen im August! Und wieder mit dem ganzen Trupp zur Abholung in die Schule und dort obligatorisch: Die Lehrergespräche.

 

 

Große Besprechung, gleich nach der Abholung der Zeugnisse. Da ist alles noch frisch. Aus den Schultaschen schnell die Bücher zur Sicherstellung aussortiert und noch diverse "Dinge", die besser nicht über Monate im Rucksack gammeln sollten. Man war ja selbst mal jung😉.

 

 

 

Ganz neu bei uns jetzt: Die Großen übernehmen Patenschaften für die Kleinen. Ein Großer= 1oder2 Kleine. 

Bitte beachten:

Kabou, 14 Jahre, (rot gekleidet, 3. v. links), selbst Oberchaot, hält gerade eine Standpauke an Demba, 8 Jahre (4. v. Links, schwarzes T-Shirt), unseren Klassenprimus mit 1-er Schnitt. Ich hoffe, Demba behält seine guten Noten und hat einen guten Einfluß auf Kabou😂

Samba (rosa-grün-gelbes Batikshirt, 5. v. rechts) wird seine freie Zeit jetzt damit verbringen, die Schuhe vom kleinen Mass (vor Samba, gelbes T-Shirt) zu suchen und hoffentlich auch zu finden. Wir sind bei dir Samba!!!! 😂

Und Lahat (3. v. rechts) ist in letzter Zeit etwas frech gewesen. Deswegen kümmert sich der große Fallou (sitzend 1. v. rechts) um ihn, der keine Gefangenen macht. Lahat sieht irgendwie nicht so glücklich aus, er weiß wohl, was auf ihn zukommt. Hättste mal gehört....😂

 

 

 

 

Damit die 3 Monate (!!!!!) Ferien auch sinnvoll verbracht werden, gibt es diesmal so richtig Programm!

Zuerst 2 x in der Woche Deutsch! Endlich haben wir einen Deutschlehrer gefunden. Aller Anfang ist schwer..."Wie heißt du?" "Ich heiße du."Nein, wie heißt du?" Ich heiße Herr Senne"......🙄😂Jetzt wird in 2 Gruppen gelernt. Erst groß, dann klein.

 

 


 

Auch der Koranunterricht, in dem Arbisch gelernt wird,  darf nicht fehlen. Die Kids haben viel Spaß beim Singen. Und sie singen sooo schön.

 

 

Damit aber auch was richtig Cooles in den Ferien passiert: Karateunterricht!!! Das ist der Knaller. Der Karatelehrer hat 6 Jahre in Japan gelebt und er hat wirklich einen echten schwarzen Gürtel. Habe meine Kids noch nie so ehrfürchtig und dizipliniert gesehen. Da ist Ruhe in der Bude.

 

 

 

Diesmal hat es uns echt erwischt. 4 x Mumps, 6 x Windpocken. Aber alles gut überstanden. Und auch wenn die Backe nicht mehr dick ist, muss man sich noch laaaaange im großen Erwachsenenbett ausruhen...

 

 

Als dann auch der Letzte wieder gesund war, kam das Highlight! Ein Ausflug in einen Pool in Mbour. Die Kids haben sich das so dolle gewünscht. Was hatten wir einen schööööönen Tag!!!!

 

 

 

Weil wir nicht jeden Tag ins Schwimmbad können, gehen wir eben am Strand baden. Auch das ist immer ein Spaß!!!

 

 

 

Und weil es so schön ist: Rad schlagen!

 

 

 

Nun ist es für immer zu spät. Mein Tablet wurde okkupiert. Irgend so ein Autorennspiel. Und Filme kann man ja auch damit gucken....Das geht jetzt den ganzen Tag so : "Tablät" und dazu große, bittende Kinderaugen, den man nichts abschlagen kann. Teufelzeug!

 

 

 

Zum Glück gibt es Playmo. Das ist auch toll.

Bitte beachten:

1. Bild : Großes Haus gebaut: mit Wohnzimmer, Toilette (Toilette ist der weiße Stecker) und riesengroßer Gearage mit unsagbar vielen Autos.

2. Bild: Familie, die in dem Haus wohnt. 2 Eltern und 4 Kinder. Fragt sich, wem die ganzen Autos gehören?

3. Bild: Wenigstens gibt es einen großen Park mit Bäumen, gut für den Co² Ausstoß.

4.+5. Bild: Bautrupp

6. Bild: Das soll ich sein. Schön wär's.

7. Bild: Organisation des Wassers für den Drachen.

8. Bild: Auch ein Drache hat Durst.

 

 

 

Am 10.07.2022 war es wieder soweit. Größter Muslimischer Feiertag : Tabaski. Wieder kam ein Schneider und hat sie traditionelle Kleidung genäht. Sehen die Jungs nicht schicki-schicki aus? Und so brav....

 

 

 

 

Und noch ein paar Bilder von dem, was man besser lassen sollte...

 

Bild 1: Wenn man verstecken spielt, sich so ein Versteck aussuchen.

Bild 2: Behaupten, man hätte sich schon das Gesicht gewaschen....

Bild 3: Mit einem Flummi auf der Terrasse spielen...Letztes Bild, danach war das Spiel zuende, Flummi weg.

 

 

Und ich sage wieder Tschüß- bis zum nächsten Mal! War eine schöne Zeit!

 

 

 

Mai

 

Was lernt man doch für coole Menschen kennen.

Silvana war im März mit dem Verein Hilfe für Senegal bei uns. Während sie damals in mühsamster Schwerstarbeit die Kacheln im Bad mit einer Drahtbürste die Kalkrückstände herunter kratzte, und ich mich über meinen Platz im Keller in Hamburg beklagte, meinte sie plötzlich: "Du, ich komme im Mai mit einem Hänger, hole alle deine Sachen ab und bringe sie nach Lüdinghausen zu unserem Container. Dann geht alles mit dem Container von Hilfe für Senegal rüber.

Was für ein grandioses Angebot! Full Service.

Anfahrt von Dortmund mit Hänger, einpacken und zurück nach Dortmund. Olaf, ihr Freund, als hochtalentierte Packhilfe inklusive. Was will man mehr? Allerdings, vorher stand auch noch Arbeit an. Nämlich eine Woche lang Keller ausräumen und packen bis zum Anschlag. Über die Jahre habe ich diverse Keller in Hamburg von Freunden, Verwanten und Kolleg*innen okkupiert, ganz langsam und schleichend🤭.

Damit ihr einen Eindruck bekommt, wovon ich rede und wie es wochenlang bei mir aussah, hier ein paar Fotos:

 

 

Und hier das Dreamteam, das mir so sehr geholfen hat: Schwester Uli, Silvana und Olaf:

 

 

 

1000 Dank an Silvana und Olaf für die großartige Aktion! Auch an Uli, die in Hamburg mitgepackt hat und an Norbert der in Lüdinghausen mitgeholfen hat, den Hänger zu entladen und den Container zu beladen. Und natürlich, last but not least, von Herzen Dankeschön an den Verein Hilfe für Senegal, der mich bei dem Transport der Sachen mit dem Container kostenlos unterstützt. Container sind richtig teuer!

 

Großartig und unglaublich befreiend: Jetzt sind diverse Keller in Hamburg wieder leer und meine Kellertür geht wieder auf!

Was für ein Luxus. All' die Sachen müssen jetzt nicht per Flieger als Übergepäck geschleppt und transportiert werden. Was für eine Arbeitserleichterung! Hätte wahrscheinlich auch Jahre gedauert und unendlich viel Geld gekostet.

 

 

 

März/April

 

Endlich wieder im Senegal.

Diesmal kommt Christel wieder zu Besuch. Das heißt spielen, spielen und noch mal spielen. Uno, Riesenhandball, menschliche Pyramiden bauen - ganz viiiiiel Spaß, so viel steht fest!

 

 

 

Der Hammer ist aber: Christel hat den Kids Schach beigebracht. Ich glaube, es sind die einzigen im Senegal. Hätte nie gedacht, dass das geht.

 

 

 

 

Diese zwei tun nur so, als ob sie es könnten.

Sieht aber sehr professionell aus😄

 

 

Obligatorisch, der Strandbesuch:

 

 

 

Auch diesmal im Programm: Ein schöner Ausflug an die Stadtgrenze von Mbour:

  

 

 

Mit ganz viel Vorfreude erwartet und endlich wieder zu Besuch:

Unsere tollen, tollen Freund*innen vom

Verein Hilfe für Senegal.

 

 

 

Einen ganzen Tag verbrachten sie mit uns zusammen. Das Haus ist nicht wiederzuerkennen. Wie die Heinzelmännchen rauschten sie ins Haus und arbeiteten wie die "Verrückten". Das ganze Haus wurde gestrichen (innen und außen, inklusive Balustraden), die Kacheln im Bad wurden geschrubbt, Bobbycars und Fahrräder zusammengebastelt, selbst eine Drohne für perfekte Filmaufnahmen war mit dabei und, und, und....Nebenbei hatten sie auch noch einen Handwerker mitgebracht, der unserer Küche im Mai eine Überdachung verpassen wird und ein Lager hinter dem Haus konstruiert.

 

 

 

Zwischendrin, ganz kurze Pausen. Wirklich, das sind solche Arbeitshelden.

 

 

 

Aber der absolute Kracher, der für alle Zeiten, ever: Wir haben jetzt eine Solaranlage. Und damit nicht genug, Die Heinzelmännchen haben sie mit viel Schweiß auch noch selbst aufgebaut. Niemals wieder unverschämte Stromrechnungen, über die man sich noch nicht mal beschweren kann, weil die Stromgesellschaft ein Monopol hat. Nix mit Stromanbieter wechseln. Bezahlen oder kein Strom.

Alles jetzt vorbei - durch unsere Engel von Hilfe für Senegal!

Schaut hier, unsere Helden:

 

 

Und bitte schön, we proudly present: unsere Solaranlage 🤩:

 

 

Liebe Held*innen, wir sind so dankbar, dass es euch gibt. Wir können es nicht in Worte fassen. Mit euch schaffen wir alles.

DANKESCHÖN von Herzen

 

 

 

 

 

So schick sieht es jetzt bei uns aus. Alles schick gestrichen. Sogar die Außenmauer in norddeutscher Backsteinoptik. Haben die Großen sich ausgedacht. Wusste gar nicht, dass das bei Kindern hier bekannt ist. Man wundert sich immer wieder.

 

 

 

 

Was gab es noch? Ach ja, den großen Tag der Zeugnisse! Mit 25 Kindern auf dieser Schule hat man viele Lehrer und viele Gespräche. Zum Glück sind teilweise mehrere Kinder in derselben Klasse.

 

 

 

Hier der Herrscher über Alles - der Direktor Monsieur Mbenssane. Zu ihm muss man mit den Kindern der Oberstufe. Schön zu sehen auf dem anderen Foto. Die Großen stehen vorm Direktor und bekommen erstmal eine Standpauke, obwohl sie gar nichts gemacht haben. Die ältere Frau rechts im Bild bin ich und ich frage mich da gerade, wann ich da wieder raus komme...

 


 

 

Geschafft - alle sind happy. Viel und sehr gut gelernt, Rückstände aufgeholt und richtig gute Zeugnisse abgestaubt. Hat sich alles gelohnt.

 

 

...sehr in Gedanken an die eigene Schulzeit, fix und fertig von der Standpauke von Direktor Monsieur Mbenssane und fast die Kinder, die vor der Schule warten, vergessen (nein, nur Spass😅). Außerdem ist Christel dabei, die passt auf!

 

 

 

 

Und was muss man machen, wenn alle so toll gelernt haben?

NATÜRLICH FEIERN!!!

Demba hat das beste Zeugniss 9,69 von 10! Dafür gibt es die Medaille. Aber auch alle anderen bekommen Geschenke. Mühsam verpackt, mit tatkräftigster Unterstützung von Christel.

  

 

 

Leider geht alles Schöne mal vorbei. Erst sind unsere Heinzelmännchen weg und dann verabschiedete sich auch noch unsere Christel.

 

Komm' bald wieder, es war so schön mit dir und Danke für alles!

 

 

Der chaotische Alltag hat uns wieder. Ein durchgebrannter Motor von unserem Wasserreservoir, der zum Glück schnell gelöscht war, eine Klärgrube, die vor der Tür ausgebuddelt wurde, bis der Chef des Viertels uns das verboten hat (und zwar als die Grube fertig war und obwohl das alle im Senegal machen dürfen, außer uns anscheinend), ein überschwemmtes Bad (mit viel Spaß von den Kids geputzt) usw.

 

Alltag halt.

 

 

 

 

Weil die Zeugnisse ausgegeben wurden, gab es gleich die Woche darauf einen Ausflug von der Schule zum Nationalmonument in Dakar.

 

 

 

So schöne Sachen zum Spielen:

 

 

 

Playmo geht immer:

 

 

 

Wenn Kinder frech sind, kann man sie ruhig mal an die nächste Säule mit ihren Ärmeln binden😊

 

 

 

In einem Land, in dem alles mit der Hand gewaschen wird, ist eine Maschine, die sich dreht und dabei die Wäsche wäscht, eine Sensation.

Wie Fernseh gucken.

 

 

 

Mein Bloggernachwuchs: Von wem er das wohl hat???

Allerdings fotorgafiere ich mit dem Smartphone und nicht mit der Fernbedienung😉

 

 

 

Und wenn man abends fix und fertig ist, keinen Schritt mehr laufen mag und sich nur noch eine Fußmassage wünscht, dann kommen meine Süßen und machen das einfach.

Ok, es war mehr kitzeln😂

 

 

 

Leider ist es jetzt wieder soweit😪. Ich sage Tschüss, es war so schön- bis bald!

 

 

 

 

Februar

 

Und das Jahr geht gleich so richtig gut weiter!

Das erstemal in der Geschichte des Afrika Cup hat der Senegal gewonnen!!!

Historisches Datum zum Notieren: 06.02.2022!!!

Wenn das kein Grund zum Feiern ist? Was bitte dann?

Der nächste Tag wurde dann auch gleich zum Espoirfeiertag erkoren und es gab ein Festmal für alle.

 


 

 

Und natürlich wurde danach nur noch Fußball gespielt. Alles kleine und große Fußballhelden. Espoir hat tatsächlich bei einem Turnier einen Pokal gewonnen. Ok, es war nur in der Nachbarschaft, aber immerhin...

 

 

 

Gebastelt wurde auch im Februar:

 

 

 

 

 

Besprechung mit den Großen. Hier wird die Arbeit für die Woche verteilt.

 

 

Januar 2022

 

Und los geht's wieder! Herzlich Willkommen im Jahr 2022!

Es ging gleich los mit Besuch! Und was macht man, bevor Besuch kommt? Riiichtig! Aufräumen! Damit der Besuch denkt, bei uns ist es immer ordentlich😉

 

 

 

Und dann kamm Ronny. Ronny ist unser ältester Besucher seit Beginn der Aufzeichnungen. Ronny ist 85 Jahre, topfit und komplett angstfrei, was das Reisen angeht. An Alle: Es gibt jetzt keine Ausreden mehr, von wegen zu alt!!! Ronny hatte unendlich viele Geschenke dabei! Tagelang hatte er alles vorbereitet. Die Kids hatten einen richtig schönen Tag und wir alle hoffen sehr, dass Ronny bald wieder kommt.